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Bericht des IKGS über das Heimat- und Kulturseminar vom 13. bis 16. April 2014 im Kloster Bernried

 


 

Schülerwettbewerb Baden-Württemberg und Slowakei

 

REDE VON HERRN INNENMINISTER REINHOLD GALL MDL
ANLÄSSLICH DER PREISVERLEIHUNG DES GRENZÜBERSCHREITENDEN SCHÜLERWETTBEWERBS 2013/2014
AM 11. JULI 2014 IN STUTTGART

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrter Herr Kandráè,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie ganz herzlich zur diesjährigen Preisverleihung des Schülerwettbewerbs "Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten".

Mein besonderer Gruß gilt unseren slowakischen Gästen, den Schülerinnen und Schülern mit den beiden Lehrerinnen. Ich freue mich sehr, mit Ihnen, Herr Kandráè, einen Vertreter der Selbstverwaltung der Region Ko¹ice begrüßen zu können.
Ich hoffe, Sie alle hatten eine gute Anreise nach Stuttgart. Herzlich willkommen bei uns in Baden-Württemberg!

Ich will mich jetzt schon bei Frau Nevická bedanken, die hier auf der Bühne neben mir steht und meine Ansprache ins Slowakische übersetzt. Vielen Dank, Frau Nevická!

Am diesjährigen Schülerwettbewerb haben sich aus Baden-Württemberg insgesamt über 3500 Schülerinnen und Schüler aus 135 Schulen beteiligt; und über 700 Schülerinnen und Schüler haben sich in der Slowakei beteiligt. Diese große Zahl von Teilnehmenden zeigt, dass sich junge Menschen für die gemeinsame Geschichte in Europa interessieren. Dass sie wissbegierig, ja neugierig sind darauf, wer unsere Nachbarn in Europa sind, was sie ausmacht und was das Europa von heute ausmacht. Dies ist deswegen wichtig, weil sie es sein werden, die im Land, aber auch das Europa von morgen gestalten, die dafür verantwortlich sind, was uns die Zukunft bringt.

Europa ist mehr als der Euro, es ist mehr als eine Währung und ein Markt. Es ist das Fundament, auf dem wir unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unser Wohlergehen aufgebaut haben und worauf wir weiter aufbauen. Ein Fundament muss fest und tragfähig sein, es muss verankert sein und gestützt werden, wie bei einem großen Bauwerk oder einer Brücke. Auch unser europäisches Fundament hat Stützen und Träger; diese heißen: Wissen um die gemeinsame Geschichte der Menschen in Europa, heißen Versöhnung, Vertrauen und Wille zu einem friedlichen Miteinander.

Friede in Europa ist nicht selbstverständlich. Dies wird uns gerade in diesem Jahr bewusst, in welchem wir dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedenken.

In diesen Wochen schauen wir auch mit Sorge auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Es muss alles getan werden, den Konflikt beizulegen. Wir dürfen nicht nachlassen, den Frieden in Europa zu sichern.

Die Europäische Union hat im Jahr 2012 den Friedensnobelpreis erhalten. Das norwegische Nobelpreiskomitee betonte dabei den "Beitrag, den die EU über sechs Jahrzehnte zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa geleistet hat".

Die Förderung von Frieden – das heißt aber auch, dass die Nationen in Europa sich ihrer Geschichte bewusst sind und dass sie lernen, sich aus dieser Geschichte heraus zu verstehen. Jeder einzelne von uns kann einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten, auch im Kleinen. Eine Möglichkeit hierzu bietet der Schülerwettbewerb.

Das Land Baden-Württemberg hat ihn vor über 40 Jahren ins Leben gerufen, um junge Menschen in Europa auf der Basis der verbindenden Elemente deutscher Geschichte und Kultur zueinander zu bringen, sie füreinander zu interessieren. Seit mehr als 10 Jahren haben wir in jedem zweiten Jahr ein Partnerland.

Im zu Ende gehenden Schuljahr stand der Wettbewerb unter dem Motto: "Gemeinsam in Europa – Baden-Württemberg und die Slowakei".

Baden-Württembergische Schülerinnen und Schüler haben sich mit der Slowakei beschäftigt und junge Menschen aus der Slowakei mit Baden-Württemberg. Dabei, denke ich, ist ihnen allen deutlich geworden: Zwischen der Slowakei und Baden-Württemberg gibt es eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten, die uns verbinden. Trotz vieler historischer Brüche gibt es auch eine gemeinsame Siedlungsgeschichte, denn viele Deutsche lebten mehr als 800 Jahre auf dem Gebiet der heutigen Slowakei.

Im Wettbewerb gab es jeweils zum Nachbarland knifflige Fragen zu beantworten, und es gab Aufgaben, bei denen viel Kreativität gefragt war. Die Jurymitglieder auf beiden Seiten hatten eine schwierige Aufgabe: sie mussten aus den vielen Einsendungen die Besten auswählen. Und die besten und kreativsten Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern haben wir nach Stuttgart eingeladen und deshalb sind sie heute hier.

Liebe Schülerinnen und Schüler,
Sie haben sich eine ganze Menge toller Sachen einfallen lassen und prima Ideen gehabt. Herzlichen Glückwunsch an Sie alle, an die ersten Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs.

Ich freue mich, dass ich Sie heute für Ihre Kreativität, für Ihren Einfallsreichtum und auch für Ihren Fleiß auszeichnen darf. Ich freue mich auch, dass wir heute einen Eindruck von der Vielfalt der preisgekrönten Arbeiten gewinnen können. Einige der Arbeiten sind im Foyer ausgestellt und ich lade alle Gäste ein, sie anzuschauen. Lassen Sie sich überraschen vom Talent und der Kreativität unserer Preisträgerinnen und Preisträger.

Liebe Schülerinnen und Schüler,
diese Preisverleihung und die Tage in Stuttgart geben Ihnen die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler aus der Slowakei bzw. aus Baden-Württemberg kennen zu lernen.
Nutzen Sie diese Gelegenheit!
Gehen Sie aufeinander zu, nutzen Sie die Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen: Bei der Preisverleihung, beim gemeinsamen Stadtspiel am Nachmittag, und auch beim gemeinsamen Abend in der Jugendherberge. Bei den Preisträgerreisen, zu denen Sie nach der gemeinsamen Zeit in Stuttgart aufbrechen werden, wünsche ich Ihnen viele tolle Eindrücke und bleibende Erinnerungen.

Mein Dank gilt aber auch allen Schülerinnen und Schülern, die sich in der Schule, aber auch in ihrer Freizeit mit den Wettbewerbsaufgaben beschäftigt haben. Ich würde mir wünschen, dass sich hieraus ein Gewinn für alle ergeben hat.

Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern, die ihre Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Wettbewerb motiviert haben. Ich weiß, dass das bei den vielen Aufgaben und Angeboten, die es in den Schulen gibt und bei der wenigen Zeit, die zur Verfügung steht, nicht selbstverständlich ist.

Ganz besonders danken möchte ich auch der Region Ko¹ice, allen voran dem Regionalpräsidenten Herrn Trebuµa, den ich auf einer Reise im letzten Jahr kennenlernen durfte.

Wir haben es auch seinem persönlichen Engagement zu verdanken, dass wir die Slowakei als diesjähriges Partnerland gewinnen konnten. Herzlichen Dank auch an Sie, Herr Kandráè; dass Sie zur Preisverleihung gekommen sind, ist ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit der Schülerinnen und Schüler.

Danken möchte ich auch den Mitgliedern des pädagogischen Beirats, die die Fragen zusammengestellt und die Einsendungen mitbewertet haben, und dem Haus der Heimat für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs.

Wir können im Jahr 2014 erneut auf einen erfolgreichen Wettbewerb zurückschauen, der mit dieser Preisverleihung seinen Abschluss findet.

Ich wünsche nun viel Freude mit einem weiteren Musikstück des "Jan Jankeje Swing Trios". Den Musikern herzlichen Dank für die Umrahmung mit slowakischer Musik.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Aufenthalt in unserem Bundesland, angenehme Begegnungen und bleibende Erinnerungen.


Innenminister Reinhold Gall MdL (Bildrechte BRZ)


Die Preisträgerinnen und Preisträger (Bildrechte BRZ)

 


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